* Mondkinder *

21.04.2013 030

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glutrot klemmt die abendsonne
an der kirchturmspitze – diese wonne -
wirft ihr lächeln dann als schatten
zartgrün zwischen weidenmatten
wie die blätter sich dann falten
das gebet, andächtig halten.

da schlägt der kuckucksruf an weinhänge
bis es summt und brummt, im takt gedränge
maikäferflug und das nachtlicht suchen
in den herzen der kinder die freude buchen,
erdbraun gekleidet, taumelndes weben,
den spitzenrock heben und schweben ja … schweben!

die fächer nun spreizen,
im surren nicht geizen,
ein jauchzen der freude aus aller mund.
glückskäfer, mondkinder, summsemann,
der maikäfermonat fängt wieder an.

© Chr.v.M.

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maikaefer

Der Pfingstrosenstrauß.

 Pfingstrose

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Tanzendes Sonnenlicht auf
prallgefüllten Blütenköpfen .
Ausgefranst vom Winken.
Golddurchwirkt von Staubgefäßen.
Duft entschwebt .

Ein Hauch Erinnerung an  Zuckerwatte.
Frühere Zeiten, dornenlos wie sie .
Rubinüberlaufen schwer
kippt Paionia purpurgefächert.
Läßt dem Sommer Flügel wachsen.

Hängt ihre Köpfchen samtig über Vasen.
Lächelnd in Feenstaub gebadet
an diesen sonnig durchfluteten Pfingsttagen .
Für uns, ein sachtes Nicken
zum Leben.

© Chr.v. M.

Tränen auf der Fensterscheibe.

Himmel 007
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es hatte geregnet den ganzen tag . wie überall in deutschland .
wenn du nicht weiter weißt schreibst du über das wetter, geht es mir durch den kopf ,
nein, stimmt nicht ganz.
mir fällt auf das der bach neben dem rathaus hoch das wasser trägt,
es rauscht beunruhigend. flüsse die überlaufen und erbrechen,
wie wird es da oben sein , im norden
wenn der wind die wellen schlägt , die weiten felder überflutet und sich
durch strassen neue wege bahnt, die dörfer ertränkt und mensch und tier sich in
panik stürzen ?
die blumen in der parkanlage riechen nicht mehr, wie ausgewaschen, selbst die farben
der blüten porzellan- blass .
still tanzen regenschirme an mir vorbei , ich warte auf vogelsingen,
auf maiwetter und denke an das grab meines vaters dort oben fast im osten .
du hattest immer dieses fröhliche lachen zwischen deinen sommersprossen,
wenn du mir zu riefstmairegen macht groß, stell dich raus.”
weißt du paps, ich bin klein geblieben ,
vielleicht sitze ich deshalb jedes jahr im mai im regen..
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dir leise
deine manchmal sehr traurige tochter
christin .  © Chr.v.M.
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wieder mal vorlesen : Kinderbücher.

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Kinderbücher.
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Ausgelaugte Mütter,
arbeitserschlagene Väter
ausgefallene Vorlesestunden.
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Einschlafhilfen an den Kopf geheftet.
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Kinderbücher verstaubt
im Harren auf bessere Zeiten.
Hörbücher auf Trichterohren.
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Augenmüde Kinderzeiten.
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Leseschwächen als Lesezeichen.
Verblassen Buchstaben ?
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© Chr.v.M.
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dankeschön Thomas.

Der Fischer und sein kleiner Bruder

Ferne

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Das Wasser rauscht`, das Wasser schwoll,
Ein Fischer saß daran,
Sah nach dem Angel ruhevoll,
Kühl bis an`s Herz hinan.

Und wie er sitz und wie er lauscht,
Teilt sich die Flut empor;
Aus dem bewegten Wasser rauscht
Ein feuchtes Weib hervor.

Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm :
„ Wie lockst du meine Brut
Mit Menschenwitz und Menschenlist
Hinauf in Todesglut ?

Ach wüsstest du, wie`s Fischlein ist
So wohlig auf dem Grund
Du stiegst herunter, wie du bist,
Und würdest erst gesund.

Labt sich die liebe Sonne nicht,
Der Mond sich nicht im Meer ?
Kehrt wellenatmend ihr Gesicht
Nicht doppelt schöner her ?

Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
Das feuchtverklärte Blau ?
Lockt dich dein eigen Angesicht
Nicht her in ew`gen Tau ? „

Das Wasser rauscht `, das Wasser schwoll,
Netzt ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,
Wie bei der Liebsten Gruß.

Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
Da war`s um ihn geschehn :
Halb zog sie ihn , halb sank er hin,
Und ward nicht mehr gesehn.

Johann Wolfgang Goethe ( 1749 – 1832 )

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Momente 8.4. 047.

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und nun ? : Mein Fischer !

; )

Das Wasser rauscht,
das Wasser schwoll,
umspülte seinen Fuß.
Ein Fischer saß
er saß und lauschte
er summte einen Blues.

Da teilte sich die Flut
empor ein Wasserweib
so ohne Nicht`s  so ohne Kleid,
sein Herz knallrot wie Glut.

Sie bauschte sich, er hockte
Sie lockt den Wicht, er rockte
Sie sprach, sie sang
so wunderschön
da war`s um ihn geschehn
Sie zog – er sank-

er (trank)..

wurd ` niemals mehr gesehn.

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© Christin v. Margenburg

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bei 29 Grad Heut im April, darf es mal Wasser geben

oder ist das DANEBEN ?

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Donnerstag 008